#34 Selbstwirksam statt hilflos - wie der Handel aus der Lähmung kommt

Shownotes

Der Handel steckt in der längsten Rezession seit Bestehen der Bundesrepublik. Frequenzen sinken, Zahlen bleiben schwach – und trotzdem muss morgen früh der Laden aufgemacht werden. Wie schafft man es, in dieser Dauerkrise nicht in Lähmung zu verfallen?

Wolfgang und Stephan tauchen in dieser Folge tief in die Psychologie ein – und kommen mit überraschend konkreten Antworten zurück.

Die wichtigsten Themen:

🧠 Erlernte Hilflosigkeit im Handel – Wenn man lange genug gegen Wände läuft, lernt man irgendwann, dass man hilflos ist. Das Phänomen hat einen Namen – und einen Ausweg.

💪 Selbstwirksamkeit als Gegenmittel – Was Martin Seligmann und positive Psychologie mit dem Filialleiter in der Innenstadt zu tun haben.

🎯 Leading vs. Lagging Indicators – Warum der Blick auf die Frequenz allein in die Sackgasse führt – und welche Indikatoren wirklich helfen.

🔵 Circle of Control – Stephen Coveys Klassiker, neu gedacht für den stationären Handel: Wo steckt eigentlich die echte Energie?

🤝 Interaktion als Differenzierungsfaktor – Produktinteraktion, Teaminteraktion, Kundeninteraktion untereinander. Der stationäre Handel hat ein Ass im Ärmel – das er viel zu selten ausspielt.

🏨 Parallelen zur Hotellerie – Stephan zieht den Vergleich: Wo sind die Ähnlichkeiten, wo die Unterschiede?

Ein Highlight der Folge: Stephan kauft mit seinem Sohn einen Anzug – und die junge Generation führt dabei gleichzeitig eine Telefonkonferenz mit den Freunden. Ein kleines Bild, das viel über die Zukunft des stationären Handels erzählt.

Transkript anzeigen

00:00:08: Guten Morgen, lieber Wolfgang.

00:00:10: Stefan wie schön dich zu sehen!

00:00:12: Heute nach der Hitzwoche ist es bei euch ein bisschen kühler geworden?

00:00:15: Ich bin mit daheim im schönen Düsseldorf und es ist noch relativ warm und es fängt jetzt an zusätzlich schwülz zu werden weil es hat schon ein bisschen angefangen mit Regenem.

00:00:24: Es kommt noch mehr Regen.

00:00:25: also das ist jetzt gerade im Umschlagen von sehr schön warm in sehr unangenehmen Sommergewitterlich.

00:00:32: Ja, absolut!

00:00:33: Ich war fast die ganze Woche sehr ungewöhnlicher aber ich war tatsächlich drei Tage bei uns in unserem schönen Büro was du ja kennst.

00:00:38: Sehr schön.

00:00:39: Das Büro ist ja in der Tussmannstraße da im Innersperrlfabrik Die ja wunderschön ist Aber die wunderbare Eigenschaften hat dass sie im Winter saugkalt und sommersauch heiß ist Weil es halt so ein Altfabrikt mit Lechtdach essen usw.

00:00:53: Aber Atmosphäre schlägt alles.

00:00:56: das haben wir auch immer wieder gesagt.

00:00:58: Auch wir hatten tatsächlich Kundensworkshops dort, also mit das fast alles gut für unseren Podcast.

00:01:03: Mit Filialeitern und...

00:01:06: Darf ich fragen?

00:01:06: Welche Branche?

00:01:07: Ich bin natürlich keine Details und Namen aber also Handel-Filialeiter.

00:01:11: Mode Einzelneite.

00:01:12: Also okay feststehen ganz mal.

00:01:13: Okay spannend.

00:01:15: Wir haben ja die letzten Folgen damit verbracht.

00:01:18: uns wird eins bei nicht handelsspezifischen Themen zu beschäftigen.

00:01:22: Aber auch damit Positivität in das Handelsthema zu bringen fällt mir neuerdings erneut schwer, dort viel Positives zu finden.

00:01:32: Ja und ehrlicherweise das ist auch sicherlich in der Situation war das ein Thema.

00:01:37: sofern vielleicht haben wir sogar schon ganz elegant im Übergang zu unserem Thema was ich mit dir besprechen möchte und zwar wie du weißt viele Unternehmen das ist eigentlich ein Multichannel-Unternehmen mit starken online Anteil setzen ja wieder verstärkt auf den stationären Einzelhandel Weil Frequenz in den Städten noch fast auf euers Niveau, also die Passantenfrequenzen.

00:01:59: Die Leute gehen hier statt, blöderweise gehen sie nicht in die Geschäfte und kaufen nicht so richtig ein.

00:02:03: Das ist ja so ein bisschen das Thema.

00:02:05: auch gleichzeitig, es ist einfach eine Chance weil eben die anderen Wege online etc.

00:02:10: immer beschwerlicher werden und im Prinzip ja nur die großen Ketten gerade, die großen Plattformen gerade gewachsen.

00:02:16: Aber eben dass der klassische Online-Retail ja unter starkem Druck ist und das ist im Prinzip es genau auf wie du sagst ein bisschen die Herausforderung gewesen auch in diesen Diskussionen natürlich haben die wenigere Frequenz Das ist in dieser Zeit halt die Positivität eben herauszuarbeiten Ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

00:02:37: Und wenn wir so brechen wir das Jahr runter Was im stationären Mode-Einzelhandel oder im Grunde stationärer Einzelhandeln hatte, der Kauf, der Bedarfskauf und die Verfügbarkeit sind ja alles Hygiene.

00:02:48: Also damit kannst du ja nicht mehr differenzieren.

00:02:50: Ich meine wenn man für eine Wahnsinnsbrand ist, die total innen ist.

00:02:53: aber sagen wir mal wenn du das nicht bist dann ist Differenzierungsthaktor ja nicht das Produkt oder der Preis usw.

00:02:59: Im stationären Handel sondern der Mensch.

00:03:02: Klar!

00:03:02: Also da eigentlich der einzige Differenzierungsfaktor am stationären Einzelhang ist der Mensch finde ich Für den ist es halt so wichtig, dass der eben eine Perspektive hat die eben ja positiv ist und der nicht in der Krise mitgerissen wird bei den schönen Zahlen, die wir haben.

00:03:17: Und insofern ist das genau der Punkt, den du auch gerade beschreibst.

00:03:20: Eigentlich ist es um die Herausforderung trotz der Situation diese Positivität auszustrahlen weil daraus entsteht natürlich wieder Kreativität Empathie Mut

00:03:31: usw.,

00:03:32: einfach notwendig sind für differenzierende Einkaufserlebnis.

00:03:36: und ich finde, da hat der stationäre Einzelhandel gerade eine anspruchsvolle Aufgabe das gut zu machen.

00:03:41: Und genau darum ging es eigentlich auch jetzt in dieser Woche.

00:03:46: ja was tun wir damit das gut funktioniert?

00:03:48: Und wie du sagst die Zahl also gibt's ja grade wieder klassische Umfragen Fast sechzig Prozent der Einzelhändler erwarten.

00:03:59: Auch für Juni, nach dem der Mai schon schlecht war keine wachsenden Umsätze.

00:04:03: Aktuell haben ja unsere Wirtschaftsweisen weiserweise

00:04:09: die

00:04:11: Zahlen gesenkt und das ist glaube ich die Ausgangssituation.

00:04:15: Ja also wie gesagt wir versuchen es mit Positivität Es gibt nicht so viel Anlass zur Positividad Und das macht's auch nicht immer einfach.

00:04:24: Also irgendwie muss man das Team, die Leute sich selbst ja trotzdem irgendwie bei der Stange halten.

00:04:31: Also du kannst nicht immer wieder darüber sprechen wie es nicht funktioniert und was ist so gut ist und dass die Frequenzen sinken und und und also kannst du immer wieder.

00:04:42: aber dann wird natürlich auch immer schwerer morgens aufzustehen.

00:04:45: So ist es!

00:04:46: Und mir ist dabei eben eingefallen Es gibt einen Phänomen in der Psychologie Das nennt sich erlernte Hilflosigkeit.

00:04:55: Irgendwie lerne ich gerade was alles, was ich tue.

00:04:59: Es wird häufig nicht besser und die Gefahr, dass man irgendwann lernt, dass es eigentlich hilflos ist gegen diese schwierige Situationen.

00:05:09: Und ich habe jetzt vor kurzem gelesen – bin ich ganz sicher, das stimmt!

00:05:12: Das ist die längste Rezession der Zeit der Bundesrepublik Deutschland.

00:05:17: Und wenn das so lange ist, dann ist dieses Phänomen ... Ich weiß immer wer tut.

00:05:21: Wir sind hilflos und das Phänomene gibt's im Zyklogie.

00:05:23: entwickelt hat damals Martin Seligmann.

00:05:26: Irgendwann gesagt man lernt es, dann hat er irgendwann mal gesagt, ich hab mich ird der Körper, sozusagen hat da eine Vordisposition.

00:05:34: Das ist auch ein Schutzmechanismus.

00:05:36: Ich lass den Kramer weg.

00:05:37: interessant ist nämlich dass der Martin Seligh Mann einer der Mitbegründer der positiven Zylologie ist und du weißt dieses Thema beschäftigt mich schon seit Ewigkeiten auch in Führungssituationen.

00:05:49: Und das finde ich wie lustig, dass derjenige, der vierzig Jahre lang über das Thema erlernte Hilflosigkeit philosophiert und geforscht hat dann irgendwann die neue Perspektive eingenommen hat nämlich das Thema der positiven Psychologie.

00:06:07: Wenn man da reinschaut, erkennt man, dass es einen wesentlichen Hebeleid nicht gibt den er beschreibt mit diesem Zustand umgeht und das ist tatsächlich das Thema Selbstwirkksamkeit.

00:06:20: Also irgendwie muss ich aus dieser Hilflosigkeit raus, meine Selbstwirksamkeit zurückerlangen damit ich ein Gefühl wieder bekomme Ich kann da was

00:06:30: tun.

00:06:31: Ja also damit habe ich mich auch schon mal eine Beile beschäftigt gar nicht so sehr in einem Business-Kontext wie wir es hier tun für Organisationen und Unternehmen, sondern ganz allgemein habe ich da mal ein Eis verbügel zu gelesen.

00:06:44: Und da geht's ja schon darum dass der Mensch im Summe glücklicher, zufriedener besser durch den Alltag kommt wenn er auch auf diesen Alltag und die Ergebnisse des Alltags Einfluss hat.

00:06:57: Und es sieht, dass er selbst mit seinem tun wirksam ist und einen Beitrag leistet.

00:07:01: Ich kenne das übrigens auch von mir ganz konkret.

00:07:04: wenn ich merke ist alles gerade so bisschen zäh geht so semi voran fühle ich mich nicht so gut mit Dass ich mir etwas ganz Konkretes aussuche?

00:07:12: Ja wo ich mich drauf stütze und versuche das voranzubringen um zu zeigen mir selbst zu zeigen schau mal bis du selbstwirksam kannst machen, dass das vorangeht.

00:07:22: Auch wenn das vielleicht das große und ganz jetzt nicht sofort ändert aber es gibt mir das gute Gefühl ein Stück weit einen Beitrag leisten zu können.

00:07:30: also kann sozusagen aus eigenem empfinden und lesen und so weiter an dieses Thema Selbstwirt total nachvollziehen bin ich ein großer Fan von Und ich kann mir sehr gut vorstellen Das ist auch etwas wie Selbstwirksamkeit in Organisationen gibt und dass auch Organisation immer wieder lernen müssen dass sie aber nicht nur hilflos und paralysiert vor den sinkenden Frequenzen stehen, sondern auch doch irgendetwas tun können.

00:07:59: Und vielleicht auch einfach irgendwas tun müssen um aus dieser Starke rauszukommen?

00:08:04: Ja, korrekt!

00:08:06: Also ich habe auch einen persönlichen Blick auf das Ding.

00:08:09: Ich hab eine gute Freundin die Gott sei Dank den Krebs überwunden hat.

00:08:13: Wir haben über ihre Krankheits- und Heilungsschichte geredet.

00:08:17: Und wie du weißt, hatte ich jahrelang eine Boyose die ein neuere Boyose, die ja ewig lang nicht diagnostiziert wurde... ...und wir hatten das so ein bisschen miteinander verglichen.

00:08:26: Natürlich klingt Krebs irgendwie schlimmer als Boyose.

00:08:30: Also von Boyose steht man im Regelfall nicht in Krebs.

00:08:32: Das kann sein anders sein!

00:08:34: Aber was interessant war bei mir war es ja so dass ich über fast zwei Jahre lang nicht wusste, was ich habe, was sich tun soll.

00:08:41: Und bist du irgendwann wirklich frustriert und auch fängst an hilflos zu werden, egal was ich probiere.

00:08:47: Ernährung und Sport und Medikament und alles mögliche.

00:08:51: Alles funktioniert nicht!

00:08:53: Sie sagt mir ja... Bei Kris ist es ganz anders.

00:08:57: Sobald du Diagnose hast, stellt dir jemand einen Plan auf und sagt das machst du um Tag eins oder drei.

00:09:02: Das heißt irgendwie gewinnt man ein Stück Kontrolle über diesen Prozess.

00:09:06: natürlich weiß man nicht ob's nachher gut ausgeht.

00:09:09: Das hofft man natürlich aber zumindest hat man einen klaren Weg vor sich der zu tun ist und das würde einem stückweit Sicherheit geben.

00:09:19: In dieser Situation war ich dank zweiter Weise selbst noch nie.

00:09:22: Aber das klingt für mich total eindeutend.

00:09:23: also mal hatten Man hat ja nicht nur den klaren Weg und eben auch etwas, was man auf dem Weg tut.

00:09:29: Also es wird nicht nur um einen herumgetan, so muss er meistens selber ein Beitrag leisten ob es Ernährung, Sport, Medikation, was auch immer ist Und darüber kriegt man zumindest das Gefühl vermittelt.

00:09:41: oder es ist auch ganz real so dass man selbst einen Beitrag leisten kann Um die Chancen, dass es am Ende gut ausgeht zu erhöhen.

00:09:50: Ich würde sagen, das ist Klassisch Selbstwirksamkeit

00:09:53: Genau.

00:09:53: Das heißt eigentlich, das heißt Gilgstamkeit selbst als wenn ich einen WK nicht abarbeiten kann und ich glaube dass es eben wunderbar übertragbar auf Organisationen, wenn ich nicht einfach nur privere siere und nicht nur her schiebe dann ist alles wichtig.

00:10:06: aber die sage so das ist jetzt der Weg den wir gehen zumindest für die nächsten X Wochen und Ich kann denn erstmal abarbeiten gewinne ich erst mal wieder Energie Perspektive Und dann vielleicht auch zuversicht zurück weil ich erstmal sage ich weiß was ich jetzt tun muss.

00:10:20: Und das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt.

00:10:23: und was du gerade beschrieben hast erinnert mich an eine Logik die man bei Objektive and Queer Results verwendet.

00:10:30: Das ist ja auch relevantes Konzept für die Entwicklung und zwar sie sprechen differenzieren zwischen Leading-Indikatoren und Lagging-Indigatoren.

00:10:42: Legendenaktoren ist, ich habe den Umsatz gemacht oder ich hab ihn nicht gemacht.

00:10:46: Und ich kann die Situation aber nicht mehr verändern.

00:10:48: Ich weiß nur, ich hab ihm gemacht oder nicht gemacht oder meine Conversion rettet zu schliegen und so weiter... Aber das weiß ich einfach, da ich das erst nachher weiß und es mir wenig Orientierung gibt ob mein Weg denn jetzt funktioniert sollen die Key Results, die da formuliert werden in diesem Konzept eher als Leading Indikatoren beschrieben werden nämlich woran erkenne ich dass ich auf dem richtigen Weg bin dass es funktioniert, weil ich schieß Wetten habe.

00:11:14: Meistens weiße wir wissen aus der... Ich meine jeder in einem einzelnen gearbeitet weiß wenn die Stimmung im Team gut ist steigt im Zweifel auch der Umsatz.

00:11:22: ja das ist wie in einer Fußballmannschaft und überall also so wenn nicht unum

00:11:26: umgekehrt.

00:11:27: man macht mehr Spaß als verlieren genau

00:11:31: absolut.

00:11:32: und wenn ich merke hey die Teamstimmung steigt Und wir rücken zusammen und wir entwickeln neue Dinge.

00:11:38: Wir haben mehr Ideen auf den Weg gebracht, dann weiß ich zwar immer noch nicht ob der Umsatz steigt nachher.

00:11:44: Es kann immer was passieren Gewitter plötzlich heißen so weiter keine Frequenz.

00:11:48: aber zumindest weiß ich hey das was ich tue gerade führt schon mal zu dem was ich mir erhofft habe nämlich mehr Idein mehr Kreativität mehr Mut mehr Empathie usw.

00:11:57: Das kann ich ja schon als Leadingindikator irgendwie definieren.

00:12:04: der zweiter Hebel neben dem, dass ich weiß jetzt was ich tun muss ist eigentlich woran erkenne ich das ich mich auf den Weg befinde und dass es auch irgendwie funktioniert.

00:12:14: Ich fange an irgendwas zu tun habe aber keine Ahnung ob das eben wirksam

00:12:18: ist.

00:12:18: Ja ich glaube dass das sogar mit Blick auf unser eigentliches Thema mich inhandelt.

00:12:22: Besonders wichtig ist solche Indikatoren zu finden, weil wenn wir jetzt mal auf die Frequenz gucken, die uns alle beschäftigt und uns Schwierigkeiten bereitet.

00:12:32: Die wird ja morgen so oder so nicht besser.

00:12:34: Egal was sie tun als heute ist da ein bisschen hart bewegt.

00:12:36: Aber also die aller wenigsten Händler haben einen aktiven Einfluss um die Freqenzen in ihren Einkaufsstraßen und Shopping-Centern, sondern die bleibt halt schwach.

00:12:44: Also ich kann ganz, ganz viel tun und werde dann weiter auf die.

00:12:50: Ich bin dazu gezwungen Indikatoren zu finden, die abseits davon für mich beeinflussbar sind.

00:12:57: Wo ich meine Selbstwirksamkeit ausleben kann und dann muss ich auf diese auch gucken!

00:13:03: wenn ich dann trotzdem weiter auf die Frequenz gucke, dann wird das halt nichts.

00:13:06: Da bleibe ich in meiner depressiven Phase.

00:13:08: also... Ich glaube es ist wichtig dass man sich das nicht schön redet und dass man jetzt da nicht irgendwas sucht was immer irgendwie auch gut aussieht und sagt guck mal hier alles doll obwohl's nicht so toll ist.

00:13:16: aber es ist es wichtig dass wir uns das nicht Schönrede, das ist aber gleichermaßen wichtig, dass man sehr wohl konkrete Indikatoren oder wie du es jetzt hier beschreibst aus dem OKA Leadingindicators raus sind, die beeinflussbar sind Und wenn sie denn positiv beeinflusst wurden dass man das auch nach vorne stellt und ist immer in Anführungszeichen feiert.

00:13:35: Absolut!

00:13:36: Und ich finde, das passt zum Beispiel und deswegen schließlich gehen wir da kreis auch eben durch den uralten Punkt von Circle of Control von Stephen Covey der sagt richte deine Energie auf das was du selbst kontrollieren kannst.

00:13:49: Wir wissen alles, wir reden wahnsinnig gern über die schwierige Ausgangssituationen und über den Krieg und weiß nicht Trump was alles da ist und Politik und was das alles für uns bedeuten kann.

00:14:02: Aber ich wohne dann richtig noch viel darauf, wieviel Energie ich damit als z.B.

00:14:07: im Vertrieb damit verbringe, dass ich mich über die wahre Ärger, die da ist oder nicht da ist und ich immer das falsche gerade habe.

00:14:14: Und d.h.

00:14:15: geht auch viel Energie verloren.

00:14:17: und was da das Marketing falsch macht?

00:14:20: Anstatt sich darauf zu fokussieren, was ich tatsächlich in der Filiale als Beispiel konkret gerade tun kann mit den Rahmenbedingungen und einfach die Energie dahin steuere.

00:14:30: Was ich wirklich jetzt selber konkret tun kann.

00:14:32: Ja das glaube ich auch sehr!

00:14:33: Also da beschäftigen sich alle euch... Das ist glaube ich gar nicht einzulandelsspezifisch.

00:14:38: aber der Einzelhandel kann es auch besonders gut, aber andere auch so dieses Schauen, was alle drumherum nicht gut machen.

00:14:44: Also der Einkauf kauft mich richtig ein und das Revenue Management setzt nicht die richtigen Preise und die Frequenz ist doof weil keine Ahnung wie jemand an der falsche Stelle die Ampel immer auf Rot stellt.

00:14:55: also beschäftige sich doch alle immer sehr viel damit was sehr weit außerhalb dessen nicht was sie beeinflussen könnten und deswegen sollten Sie es eigentlich tun um wieder zurück zum Handel zu kommen.

00:15:07: wenn ich dann in der Viale finde dass das Sortiment nicht glücklich zusammengestellt ist, dann muss ich natürlich trotzdem im zentralen Einkaufen Signal ergeben und sagen immer, da passt jetzt hier irgendwie so nicht.

00:15:17: Aber wenn halt das Signal zweimal gegeben ist... ...dann muss sie mich auch trotzdem irgendwann wieder darauf konzentrieren wie ich denn das Beste aus dem mache was da ist weil es ändert sich ja morgen nicht einfach.

00:15:25: Also hundert Prozent also.

00:15:27: deswegen heißt der zweite Circle heißt ja Circle of Influence.

00:15:30: Ich kann das schon mal einflussen.

00:15:31: Das beeinflusst mich aber ich kann das auch beeinflussen.

00:15:34: Die Frage ist trotzdem, wie viel Energie habe ich in jedem Circle?

00:15:37: Und wenn ich meine gesamte Energie darauf verwende dem Einkauf zu sagen, wie mist das Sortiment ist dann schaffe ich es eben nicht die Energie in der Filiale zu haben und dorthin zu lenken.

00:15:47: Wie ist das eigentlich im Hotelbereich?

00:15:50: Ist es da ehrlich?

00:15:51: also in den Filialen erleben wir ja genau dass.

00:15:54: Aber ist das dort eigentlich ähnlich?

00:15:56: Oder sind die besser?

00:15:58: oder ist die Krise da nicht so groß, oder sind die Mitarbeiter noch besser geschult oder anders geschult um mit der Situation umzugehen.

00:16:05: Also

00:16:05: es ist ein bisschen anders als im Handel und setzlich bis die Entwicklung in der Hotellerie kommt auch an und in welchen Markt ich gucke, aber ich glaube jetzt mal kurz in Deutschland ist die nach wie vor positiv und es wird immer noch mehrheitlich von Wachstum usw.

00:16:19: ausgegangen.

00:16:19: Auch wir zeigen nach wie Like for like Wachstum, also die Krise hat nicht so ein globales Moment wie das im Handel hat wo einfach die Frequenzen wegbleiben.

00:16:32: Das liegt

00:16:32: vielleicht auch ein bisschen daran dass das eigentliche Produkt nicht digitalisierbar ist.

00:16:38: Also im Handeln habe ich ja dann irgendwann keine Notwendigkeit mehr in die Stadt zu gehen zum Einkaufen weil ich kann halt im Internet als möglicher auch einkaufen.

00:16:50: Produkt, das eigentliche Konzept des Handels war gegen Geld vor Ort.

00:16:55: Das ist dann ja weg digitalisiert.

00:16:57: Das geht ja in eine Hotellerie nicht.

00:17:00: Also alle brauchen immer noch irgendwie ein Bett mit vier Wänden drum herum und da brauchen die auch trotz Digitalisierung und trotz künstlicher Intelligenz und wie auch immer.

00:17:08: also bis wir irgendwann auch mal den Schlaf in irgendeine künstliche Intelligenze übertragen, dass wir uns ein bisschen beschäftigen.

00:17:18: Produkt, das eigentlich ein Konzept nicht wegdigitalisiert wird.

00:17:21: Gibt es diesen direkten Zusammenhang nicht?

00:17:23: Was es aber natürlich gibt ist ein wesentliches Segment im Reisen sind die Geschäftsreisen insbesondere die Geschäftskreisenden in kleinen mittelständischen Unternehmen, die dann vielleicht zu einer Messe müssen oder einen Kunden besuchen und das kann man schon sehen dass das in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mehrere Jahre wirtschaftliche stagnationen Da kürzen natürlich alle und dann wird vielleicht auch noch meine Geschäftsreise weniger gemacht, eine Messe weniger besucht.

00:17:53: Und das merkt ja die Hotellerie und kann die Hotelerie nicht beeinflussen.

00:17:56: Ich kann

00:17:57: nichts dafür tun dass mein Business- und Kongresshotel Muckel heute zehn Prozent weniger Geschäftskunden hat als vor fünf Jahren und die kommen halt auch morgen mich einfach wieder.

00:18:09: Das ist vielleicht ein ähnlicher Aspekt wie im Handel die wegbleibende Frequenz dass wir uns dann schon überlegen müssen, was genau machen wir da eigentlich vor Ort?

00:18:18: Um das aufzufangen?

00:18:19: und auch was machen wir ganz genau mit Organisationen und Teams um eine gewisse Positivität und Selbstdehksamkeit zu erhalten.

00:18:27: Also es ist nicht genauso wie im Handel aber ich würde parallel sehen.

00:18:32: Ehrlicherweise glaube ich diese Parallelen gibt's in jeder Industrie.

00:18:35: Ja!

00:18:36: Ich bin sicher.

00:18:37: Wenn wir jetzt einen Blick nach vorn haben, was würden wir denn unseren Zuhören und unseren Einzelhändlern irgendwie mitgeben mit dem, was wir gerade diskutiert haben?

00:18:44: Also ich glaube, dieses Thema was du gerade sagst.

00:18:46: Was liegt in meinem Einflussbereich?

00:18:47: Ich kann der Messer nicht beurteilen.

00:18:49: Ich kann es nicht schaffen dass eine Messerstatt findet oder ich kann mich für andere Dinge sorgen.

00:18:53: aber die erste Frage wenn ich jetzt morgen in den Laden schließe eben sich zu fragen was liegt wirklich im einem Einflußbereich In den nächsten keine Ahnung dreißig sechzig Tagen.

00:19:03: und was tue ich konkret, also tatsächlich eine Methode ein Arbeitsplan erstellen der eigentlich dem Team und mir selbst erstmal ne Form von Stabilität gibt.

00:19:12: Das ist der Weg, den ich jetzt erstmal einschlage.

00:19:14: Und natürlich ist das kein Weg fürs nächste Jahr.

00:19:17: aber ich glaube

00:19:19: in gewisser

00:19:19: Zeit auch jetzt was zu sagen.

00:19:20: dass machen wir jetzt mal aus dem Grund es macht für uns so Sinn eine Abarbeitungsmöglichkeit zu geben damit die Form von Sicherheit zu schaffen oder psychologische Sicherheit zu schaffen und davon wir haben erstmal einen Weg ist glaube ich schon mal der erste wichtige

00:19:32: Punkt.

00:19:32: Ich glaube, wenn ich eine Sekunde über nachdenke, du hattest ganz zu bringen immer gesagt, der wesentliche Unterschied beim Einzel- oder wesentlichen Faktor bei dem Einsatzhandel ist ja irgendwie der Mensch.

00:19:40: Ich hatte da vor längerer Zeit mal irgendwo einen Beitrag zugeschrieben oder gesprochen weiß ich nicht mehr.

00:19:46: Ich glaube ja, der Wesentliche Differenzierungsfaktor und das wesentlichliche Leistungsversprechen im stationellen Einsatzhandeln ist die Interaktion.

00:19:53: Ja schön!

00:19:54: Und es hängt natürlich zusammen, weil es ist natürlich... Produktinteraktion.

00:19:59: Ich kann halt anders als im digitalen Raum mich direkt mit dem Produkt physisch auseinandersetzen, aber ich habe eben auch menschliche Interaktionen und das ist dein Punkt.

00:20:09: Und dann kommen natürlich viele auf ja genau, ich hab einen Berater Sales Assistant wie auch immer und Kunde, da denke ich immer ja, dass es eine von drei Interaktionsdimensionen gibt.

00:20:19: Ich habe auch die Interaktion im Team weil ich hab's schon alleine in meinem Laden Und das ist vielleicht das Allerwichtigste und vielleicht das Unterschätzteste im Retail.

00:20:29: Wenn ich jetzt so auf meine Retail-Zeit zu gucke, dann glaube ich, dass es da somit wie wir uns eigentlich immer viel zu wenig beschäftigt haben die Interaktion zwischen den Hunden.

00:20:38: also Ich kann halt wenn ich online toppeln sitze in der Allermeistfeld alleine vor meinem Bildschirm und beschäftige mich alleine damit Ja?

00:20:45: Ich war vor zwei Wochen mit meinem ältesten Sohn in Anzug kaufen weil er hat demnächst Abschlussball in der Tanzschuhe.

00:20:52: Da gibt's ein wunderbares Bild von uns beiden weil ich mir bei der Glegenheit auch einen Anzug angeschaut habe und wir stehen dann beide da im Anzug, aber er steht da mit einem Telefon in den Hand.

00:21:02: Meine Frau kommentierte das hier mit.

00:21:04: die Herren gehen Anzüge einkaufen und junge Generationen in der Telefonkonferenz mit den Freunden um direkt zu zeigen wie es aussieht.

00:21:12: Jetzt macht's irgendwie mobile Technologie möglich, aber das geht natürlich noch viel besser wenn man mit den Freundinnen gemeinsam einkauft.

00:21:22: Kaffee trinkt oder eine Cola, was auch immer man macht.

00:21:24: Und dieses Thema der Interaktion, Produktinteraktion und aber eben dann auch menschliche Interaktionen im Team mit den Kunden untereinander.

00:21:34: Ich glaube das spielen viele viel zu wenig.

00:21:36: Es gibt welche spielen das exzellent gut?

00:21:38: Natürlich können

00:21:39: wir nochmal irgendwie Apple strapazieren als ein positiv Beispiel in dem Sinne.

00:21:43: Aber es gibt eben auch viele die das nicht tun.

00:21:45: ich glaub da kann man viel rausholen und dacht morgen früh morgens Sonntag Übermorgen früh.

00:21:52: Wenn ich Montag meinen Store aufschließe, kann ich da dann irgendwie was arbeiten machen?

00:21:56: Super

00:21:56: und das ist glaube ich der eine der großen Vorteile der stationären Einzelhandels in der Filiale.

00:22:02: Ich kann es wirklich montat tun.

00:22:03: Ja ja ich muss kein Konzept schreiben ich muss keine Präsentation halten ich muss nicht das Sortiment verändern Und das ist ja eigentlich der genauer Punkt.

00:22:12: Was ist mein Einflussbereich und dass kann ich abarbeiten Das kann ich tun.

00:22:18: Und Menschen mögen Menschen, Menschen möge eigentlich Interaktionen.

00:22:21: Insofern dieses Thema kann ich wirklich sofort starten und irgendwie... Ja, ich glaube wir können es natürlich sagen, naja, wir ignorieren jetzt die schlechte Zeit, genau so wollen wir ja nicht tun!

00:22:32: Wir wollen ja sagen, wir wissen dass die Zahlen anspruchsvoll sind, wir wollen das nicht ignorieren.

00:22:37: aber trotzdem gibt es eben diesen Einflussbereich des Selbstverständens gerade im Einzelhandel weil es wie du gerade beschrieben hast eben darauf ankommt, wie interagiere ich.

00:22:47: Und das kann man eben tatsächlich direkt tun?

00:22:50: Absolut!

00:22:50: Genauso ist es.

00:22:52: Ich finde, es klingt nach einem schönen Ende für heute.

00:22:54: Ich wünsche allen die das hören ab Montag oder wann auch immer.

00:22:57: Sie vielleicht hören sie es ja dann erst an einem anderen Wochentag aber dass sie am kommenden Vormittag die Viale mit der guten Idee zu mehr Interaktion machen und daraus etwas Gutes entsteht.

00:23:08: Ja.

00:23:09: Diejenigen, die es früher hören haben einen Vorsprung.

00:23:11: Ist ja immer so... Ich kann ja nur immer empfehlen, direkt zu hören was wir sagen.

00:23:15: Und direkt auf uns zu hören natürlich!

00:23:18: Also Stefan ich nehme das für mich auch mit im Montag.

00:23:21: Sehr schön.

00:23:22: Auch wenn ich keine Filiale aufschließe aber ich finde das lässt sich trotzdem übertragen auf alles was er

00:23:26: tut.

00:23:27: in jedem Fall und bis dahin wünsche dir ein wunderbares Wochenende.

00:23:31: Das wünsche ich dir auch.

00:23:31: Mach's gut

00:23:32: Tschüss

00:23:35: Wenn ihr jetzt gemerkt

00:23:36: habt, dass ihr mehr Zeit damit verbringt über das zu reden was ihr nicht ändern könnt als mit

00:23:41: dem was ihr ändern könntet.

00:23:43: Herzlichen Glückwunsch

00:23:44: dann wart ihr hier

00:23:45: genau richtig!

00:23:46: Abonniert

00:23:46: den Podcast gebt uns gerne ein Like und das zählt übrigens

00:23:50: schon als

00:23:51: erster Schritt für eure Circle of Control.

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