#36 Zwischen Kaffeemaschine und Porsche Experience

Shownotes

Die Wiesn boomt. Die Rheinkirmes platzt aus allen Nähten. Und der Einzelhandel? Erlebt laut Fokus den stärksten Umsatzeinbruch seit fünf Jahren. Wie passt das zusammen – und was kann der Handel daraus lernen?

Genau das diskutieren Wolfgang und Stephan in dieser Folge. Sie schauen sich an, warum Menschen ihr Geld lieber auf Volksfesten als in Fußgängerzonen ausgeben – und was der stationäre Handel tun müsste, um da wieder mitzuspielen.

Die wichtigsten Themen:

📉 Konsumzurückhaltung trifft Mode & Lifestyle besonders hart – aber das Geld ist nicht weg, es fließt woanders hin 🎡 FOMO & Community: Warum Volksfeste funktionieren, was der Handel daraus lernen kann 📖 Buchempfehlung: 2035 - Die Zukunft beginnt heute von Sven Gabor Janszky – der Durchschnittskunde verschwindet, übrig bleiben zwei Pole: radikal convenient oder radikal identitätsstiftend 🛍️ Praxisbeispiele: Breuninger Click & Collect als Event, Harry Potter im Buchladen, junge Erwachsene in der Umkleidekabine mit dem Handy ☕ Warum die Kaffeemaschine im Laden keine Lösung war – und es auch nicht wieder sein wird  Was Porsche Experience und Uhrenmanufakturen in Genf besser machen als die meisten Händler 💡 Wie zeitliche Verknappung + Community-Gedanke zusammen eine echte Antwort sein könnten

Highlight der Folge: Stephans Geschichte aus der Umkleidekabine – sechs junge Erwachsene, ein Haufen Klamotten, eine kluge Verkäuferin. Das ist kein Einzelfall. Das ist ein Hinweis.

Transkript anzeigen

00:00:08: Guten Morgen, Liefer Wolfgang.

00:00:10: Stefan wie schön dich zu sehen!

00:00:12: Ich freue mich auch heute mal wieder Samstagsmorgens remote.

00:00:16: es ist nicht ganz so toll wie gemeinsam an einem Ort aber ich genieße sehr nach dem ersten Kaffee ein Pläuschchen.

00:00:23: Sehr gut das andere machen wir wieder.

00:00:25: Aber das passt vielleicht ganz gut zum Thema.

00:00:27: sag mal warst du schon auf dem Oktoberfest?

00:00:29: Ja ich bin ja als Norddeutscher also ich war da schon ein paar Mal.

00:00:33: es hat mich nicht gefangen genommen Und ich werde dieses Jahr bei Pferats niemandem.

00:00:39: Ich werde dieses Jahr dem Oktoberfest fernbleiben.

00:00:42: Also, also ich bleibe den Oktoberfoster auffernen.

00:00:44: Aber es ist ja ein totaler Hype offensichtlich.

00:00:48: Die Besucherzahlen sind ja wieder super und ich habe auch... Deswegen bin das eigentlich ganz lustig!

00:00:54: Ich habe vor kurzem Artikel gelesen in der Feindquote allgemeinen Sonntagszeitung.

00:00:59: Und zwar steht da Deutschland is in Feierlaune.

00:01:02: Und tatsächlich wird dort eben auf das Oktober Fest zuwiesen auf die Weihnachtsmerk der Verwiesen, was für ein Wachstum diese Feste haben.

00:01:12: Wir haben ja hier im Rheinland ich sitze ja privat hier in Düsseldorf.

00:01:16: wenn ich auf die Rheinkirmes gucke oder auf die Schützenfeste der Region und so weiter kann ich das alles nur bestätigen.

00:01:23: also der Plan auf diese Events ist enorm.

00:01:26: Ja

00:01:27: gleichzeitig schreibt der Fokus zweiten September Einzelhandel erlebt den stärksten Umsatz ein Bruch seit fünf Jahren.

00:01:35: Das heißt, da trifft ein zweitige brutal auseinander offensichtlich.

00:01:39: Wenn die Leute alle ihr Geld auf der reinen Kirmes und im Oktoberfest ausgeben haben sie kein Geld mehr für den Einzelhandel?

00:01:44: Könnte man anführen ja!

00:01:46: Vielleicht ist der Einzelhandel aber auch einfach nicht so spannend wie reinkirmes- und oktoberfest.

00:01:52: Ja, was ich erst mal interessanteren finde also in unserer Diskussion mit unseren Kunden Und das ist natürlich auch etwas dran Die Konsumlaune ist natürlich sehr verhalten Und alle begründen das natürlich auch zurecht.

00:02:04: Mit den hohen Lebenshaltenskosten, den Spritpreisen der Unsicherheit und insofern hoch nachvollziehbar... ...und wenn man sich dann nochmal dem großen Bereich der Mode ansieht, da ist es noch schlimmer,... ...weil Mode braucht dann irgendwie jetzt auch kein Mensch mehr so richtig,... ...das heißt diese Konsumzurückhaltung die um einzelne Leben betrifft nochmal besonders so diese Leistteil-Golz... ...sondern insbesondere vielleicht unter dem Modehandel.

00:02:30: Also viel begründet mit dem Thema Konsum Zurückhaltung, Unsicherheit Preise Sorge und gleichzeitig aber eigentlich das Gegenteil auf der Feierseite wo die Menschen das Geld offensichtlich ausgeben.

00:02:44: Insofern heißt es das Geld also sie geben trotzdem Geld aus Aber eben dass sie geben das Geld woanders aus Und ganz stark wieder in den Feiern.

00:02:52: und ich kann mich erinnern so im Alter weiß ich das ja noch So eine neunziger jahre da starben diese ganzen Volksfeste aus, diese ganzen Stadtfeste.

00:03:00: Irgendwann alte Festwiesenboden umgebaut für Gebäude aber jetzt wachsen die alle wieder und zwar wirklich alle.

00:03:07: Ich war eigentlich halt plötzlich eine Woche verreist und war dann letzte Woche Samstag am spätten Nachmittag zurückgekommen und musste am Sonntag schon wieder los.

00:03:14: also nur war relativ wenig zu Hause bin aber doch noch von einem Freund überredet worden mit aus einem Stadtteil festzugehen.

00:03:19: das war ganz wunderbar Und es war unfassbar voll, das kann man sich gar nicht vorstellen.

00:03:24: Also so ein kleines Stadtfest da hier in Bonn und dann habe ich aber nachgedacht also eigentlich total verrückt!

00:03:29: Ich bin nur so wenig zuhause und dann lasse ich mich auch noch da bequatschen aus einem Volksfest zu gehen.

00:03:34: Hätte er mir gesagt, komm lass uns mal ein bisschen einkaufen gehen, dann hätte ich gesagt

00:03:37: was ist ein Vogel?

00:03:37: Also, wobei eine soziale Interaktion ist ja wichtig.

00:03:40: Wir sind alle soziale Kirche und deswegen genießt man es auch so.

00:03:43: Ich glaube auch da steckt natürlich nicht meinen Zynismus hinter den ich gerade angebracht habe nämlich irgendwie der Handel ist langweilig geworden.

00:03:49: Deswegen gegen die Leute zu Events.

00:03:51: also der handelt ist lang weilig geworden.

00:03:53: aber deswegen in Leuten nicht zu Events sondern in Summe gibt's natürlich trotzdem ausreichend Budget In den Haushalten für Unterhaltung Freizeit etc.

00:04:04: Vielleicht nicht mehr so viel anteilig wie vor ein paar Jahren durch die gestiegenen Lebenshaltungskosten an anderen Stellen.

00:04:09: Aber das ist ja nicht aufgefressen worden, dieser Teil des Haushaltseinkommens.

00:04:13: und ich glaube worauf man so ein bisschen schauen muss es woran nichts und dann, dass da so viel Geld hingeht.

00:04:19: Und das zeigt sich ja durchgehen.

00:04:21: also es zeigt sich ganz allgemein in der Gastronomie nicht nur bei diesen Events sondern auch die.

00:04:27: also die Gastronomie hat ja nicht im gleichen Maße die Herausforderung wieder einzahlen, dass die Leute nicht mehr kommen, sondern typischerweise sind die Restaurants gut besucht.

00:04:36: und wenn du auf einem Freitagabend wie gestern... Also egal bei dir zum Stadtteilfest oder hier in Düsseldorf durch die Altstadt oder sowas.

00:04:44: Es ist überall voll gut besucht, also offensichtlich gibt es dafür durchaus noch ausreichend Budget und es scheint dass das im Vergleich zum Besitz von was auch immer Klamotten als es war

00:04:57: etc.,

00:04:58: dass das einfach einen höheren Stellenwert bekommen hat.

00:05:01: und ich glaube worüber man dann reden muss Kann denn der Handel daraus etwas lernen?

00:05:08: Muss er einfach damit leben, dass das so ist und so kommt alles in Wellen.

00:05:11: Irgendwann kommt auch irgendwie das Shoppen mal wieder zurück.

00:05:13: oder kann er eigentlich etwas daraus lernen um ein Stück weit an dieser Entwicklung Anzuschließung zu partizipieren?

00:05:20: Ja also ich habe gerade über Nacht... Das eine ist natürlich dieser Fomo-Effekt im Sinne von Ich hab Angst was zu verpassen.

00:05:27: da muss sich jetzt hin Und genau das Stadtfest war ja eben am nächsten Tag nicht mehr.

00:05:31: Ich musste an einem Abend dahin, weil im Morgen ist es ja nicht mehr und das ist natürlich anders im Einzelhandel.

00:05:36: Da kann ich wieder heute hingehen oder übermorgen hingehe oder das spielt eigentlich keine große Rolle.

00:05:40: Ich werde da nichts verpassen.

00:05:42: Das ist natürlich der eine große Aspekt darin.

00:05:44: Eben diese Verknappung von irgendwas im Sinne von ich muss dabei sein.

00:05:48: und der zweite große Aspekt Was du eben mit sozialer Interaktion gesagt hast, dass das Thema Community mich mit meinen Leuten hat umgeben ist natürlich auch ein großer Aspekt darin.

00:06:01: Und tatsächlich ist es glaube ich beides etwas was der Einzelhandel gerade häufig nicht besonders... Gut machten auf der einen Seite etwas anzubieten, was es nur heute gibt.

00:06:09: Deswegen gibt es dann vielleicht die Funktion und manchmal noch die Aktion der Verknappung.

00:06:13: oder das ist aber schon ziemlich langweilig geworden weil ich muss mich nicht mehr darauf warten dass irgendein Aktionspreis da ist denn habe ich auch alle Tage.

00:06:19: Ich spiele eigentlich gerade eine Rolle mehr.

00:06:21: und das zweite ist ja so richtig commutibildens ist natürlich der Shopping-Erlebnis irgendwie auch nicht.

00:06:26: und deswegen diese zwei Elemente.

00:06:28: und du weißt ja ich hab immer mal ne Buchempfehlung dabei.

00:06:32: diesmal heißt sie Die Zukunft beginnt heute von Sven Gabor Janski.

00:06:39: Der schreibt alle fünf Jahre ein Buch und beschreibt immer so, wie sieht die Welt in zehn Jahren aus?

00:06:42: Und das Buch ist gut geschrieben und dass was mir daran gefällt es auch erst kommt jeweils auch etwas zum Thema Einzelhandel dazu, zum Thema Shopping dazu...

00:06:51: Okay!

00:06:51: ...und so auch dieses Mal.

00:06:53: Das passt eigentlich ganz gut zu dem, was wir gerade diskutieren.

00:06:57: also ich zitiere mal ganz schnell aus diesem Buch.

00:07:03: Beim Shopping in den letzten Jahren sind die meisten Dinge nicht mehr so, wie sie in der Vergangenheit waren.

00:07:08: Denn es gibt die wichtigste Käufergruppe nicht mehr – den Durchschnittskunden!

00:07:12: Die breite Marktmittel, die lange mit brauchbarer Qualität für nünftigen Preis und einer allgemeinen Markenbrotschaft erreichbar war, lösen sich komplett auf.

00:07:21: Überlich bleiben nur noch zwei Pole radikal effizienter Angebote auf der einen Seite – total easy convenience – und auf der anderen Seite radikal identitätsstiftender Angebote.

00:07:32: passt ja wieder in dieses Thema rein.

00:07:35: Er sagt, das ist mehr als eine einfache Verschiebung.

00:07:37: Es werden wirklich komplett zwei unterschiedliche Bedürfnislogiken.

00:07:41: In einem Fall zählen eben Schnelligkeit Einfachheit, möglichst reibungsloser Ablauf Im anderen Fall zälen Identität Haltung Zügerigkeit Vertrauen Und ich glaube, dass ist der Punkt den wir auch schon mal besprochen haben.

00:07:52: Also aber es nimmt noch mehr zu und vielleicht ist das auch das was wir hier tatsächlich bei den Feiern sehen Das ist die Zugehrigkeit Identität ... soziale Interaktion halt so viel wichtiger ist.

00:08:02: Und wenn ich das jetzt mal auf den Handel einzelne Rüberschifte, dann kann man sagen also mittelmaß... damit meine ich nicht einmal so mittelmäßige Leistung sondern mittel maß... wir wissen mit dem Mittel ist es schwierig.

00:08:15: aber wenn ich jetzt mal durch die Einkaufsstraße gehe und sage naja gut wo habe ich denn entweder radikal einfach konvieren usw?

00:08:21: Und wo hab' ich jetzt wahnsinnig Identitätsstift?

00:08:23: ne?

00:08:24: Da muss ich sagen diese sind alle so dazwischen Ja oder

00:08:27: Ja, und die Radikalkonvenient nehme ich alles.

00:08:30: Ich würde an einer Stelle wäre ich so ein bisschen skeptisch.

00:08:34: Die radikale Convenience-Grad zum Nonfugbereich.

00:08:36: wie sollen die aussehen?

00:08:37: Also der zehnte Anbieter von weißen Sneaker... Ich habe jetzt genug weiße Sneakers in meinem Leben gesehen!

00:08:42: Ich besitze auch genug weißes Sneakers.

00:08:43: Ich brauche nicht jemanden, der mir nochmal sehr auf sehr einfache Art und Weise weißes Sneaker anbietet.

00:08:50: Wenn wir im Sneaker locken willst, dann ist er bitte anders.

00:08:53: Und der muss doch nicht konvinient sein!

00:08:54: Ich wäre schon glücklich wenn er anders ist und es nicht die gleichen fünf Modelle sind, die ich in allen Sneakerläden gleichermaßen sehe.

00:09:01: Aber ansonsten bin ich bei dir glaube nicht so sehr auf dieses Community.

00:09:03: Ich glaub das wird einfach komplett von den Onlineern und Lieferdiensten weiter übernommen.

00:09:13: Heute geht dafür kaum noch einer in die Stadt.

00:09:14: In zehn Jahren niemand mehr, forget White Sneaker in der Fußgängerzone!

00:09:18: Das ist um aber den spannenden Teil mit den interessanten Produkten, die ich dann vielleicht doch nochmal anschauen möchte und sozusagen alles was so ein bisschen Interaktion soziales und Event drum herum bietet.

00:09:32: das wird natürlich im Zukunft das Spiel gewinnen.

00:09:34: Dann möchte ich aber auch noch einmal skeptisch sagen an dieser Stelle war der Handel irgendwie schon mal Ja.

00:09:41: Immer mal wieder, wir haben es ja auch schon ein paar Mal diskutiert.

00:09:43: Wie geht das mit soziale Interaktion?

00:09:45: Wie geht's mit Point-of-Experience?

00:09:47: und ich erinnere mich, dass vor zehn, fünfzehn Jahren oder so ist dann noch nicht ganz die neunziger gewesen aber so biet ist schon eine Weile her.

00:09:54: da waren ja alle der Meinungen Es wird auf jeden Fall besser als der Espresso Maschinenladen stellen.

00:09:59: Einmal hatte jeder kleinere und größere Händler irgendwie war auch gleich halber Barista und konnte in Rekordgeschwindigkeiten Espresse und noch eine Dose Sekt aus dem Kühlschrank zaubern.

00:10:10: Interessanterweise hat das ja so geht so geholfen.

00:10:13: Also, da hat sich er relativ schnell abgenutzt.

00:10:15: Es gibt ein paar positive Beispiele.

00:10:17: Ich weiß, dass Kaffee in der Meier schon, wo ich dann irgendwie das Buch und die Zeitung nicht kaufen direkt noch lesen kann bei einem Kaffe.

00:10:22: Das funktioniert natürlich schon irgendwie aber das funktioniere natürlich bei den allmeisten Fashion-Läden nicht.

00:10:27: Und es hat sich auch immer herausgestellt, dass die meisten Fashion-Lehnen es auch gar nicht so cool finden wenn auf der neuen Warte nicht gekauft wird, dass ein Espressofleck ist.

00:10:32: Also irgendwie Return of the Coffee Maschine ist es nicht!

00:10:36: Und ich glaube, ich bin total über diesen.

00:10:39: Der stationäre Einstand kann etwas bieten, was der Onlinehandel nicht kann und was viele andere Formate auch nicht können.

00:10:46: Nämlich soziale Interaktion oder Interaktionen im Allgemeinen, Interaktions mit dem Produkt, Interektions mit den Marken aber auch eben Soziale Interktions mit anderen Käuferinnen und Käufern.

00:10:54: Aber der Platz ist dafür nach wie vor nicht geschaffen!

00:10:58: Ja, also das ist die Frage es nicht beantworten.

00:11:01: Wie muss das denn aussehen damit das funktioniert?

00:11:03: Ich war vor ein paar Tagen mal in der Stadt.

00:11:06: fragt mich nicht warum ich meide sie wie der Teufel das Weihwasser.

00:11:08: normalerweise aber bitte und ich war sogar sagen ich war sozusagen ich war sogein im final eines größeren Textilhändlers fragt mir nicht was wieder hin verschlagen hat.

00:11:16: Und ich habe eine interessante Beobachtung gemacht und zwar ich weiß nicht ob sechs sieben oder acht ... Junge Erwachsene waren und mit jungen Erwachsenen, ich kenne es jetzt mal, ob sie in nineteen oder einen zwanzig war noch irgendwie so aus der Drehe.

00:11:26: Sechs bis acht alle verschwandten, bepackt mit einem Haufen Klamotten... In einer sehr großen umkleiden Kabine wo die auch irgendwie zu sechs dreien passten.

00:11:36: Ja!

00:11:37: Und offensichtlich war die Verkäuferin von meinem irritierten Blick angezogen.

00:11:41: Man ist ja ja nicht wundern da gibt's keinen zweiten Ausgang oder eine Kasse.

00:11:46: Ha ha ha.

00:11:47: Sie machen Fotos.

00:11:49: Ist bitte was?

00:11:50: Ja, die gehen alle rein und dann machen die Fotos und teilen das.

00:11:52: Und das ist irgendwie cool!

00:11:54: Wenn ich Glück habe gekauft und sie anschließend auch zwei oder drei Teile davon... Aber wenn ich es verbiete, dann verkaufe ich garantiert keine zwei Teile.

00:12:01: Das ist meine beste Chance zu zwei von den Teilen, diese mit der Reihen im Verkauf zu bekommen.

00:12:07: Das hat natürlich Eventcharakter.

00:12:10: Die Frage ist ja wie kriege ich sozusagen diese Ausnahme aus der Umkleide-Kabine?

00:12:15: der ist ansonsten auch unfassbar langweiligen Textiv-Fieleristen.

00:12:20: Aber wie kriege ich diese Ausnahme ins größere?

00:12:23: Multipliziert und dieses Eventthema, das Thema in soziale Interaktion, dass du und auch dieser Autor so treffend beschreiben?

00:12:30: Wie krieg' ich das systematisch hergestellt?

00:12:35: Die Antwort ist nicht Return to the Coffee Machine!

00:12:37: Einzige Haken, ich weiß nur was nicht die Antwort ist.

00:12:40: Ich habe leider keine gute Antwort.

00:12:42: Also ich finde das wunderbar das Beispiel.

00:12:43: Ich kenne übrigens Geschichten von Bräuninger wo es ganz ähnlich ist mit ihrem Klicken-Collect.

00:12:48: Das heißt da treffen sich dann Menschen sozusagen in der Umkleide holen ihr Klamottenatt und machen dann Feiern ein bisschen so zu sagen und kaufen dort.

00:12:56: Das ist ein Event und ist nicht ein Abhol.

00:12:58: Deswegen ist bei den Klicken Collect eben nicht einfach ein administrativer Prozess.

00:13:02: hier ist die Ware bitte schön Sondern hier ist die Umkleide, probieren sie gerne an.

00:13:06: Wir können andere hinanzubringen und vielleicht gibt es auch noch ein Sekt.

00:13:10: Das Gleichgeschichte kann das eben gut

00:13:11: gestalten.".

00:13:21: Ich

00:13:30: kenne aus der Vergangenen eine lustige Geschichte und zwar, als irgendein Band von diesen Harry Potter Büchern herauskam.

00:13:37: Hat einen Buchhändler neben einem großen Händler gesagt, sagen wir mal bei mir laufen die hier halt die Bude ein ich habe so ne kleine Buchhandlung kann nicht nur dieses Buch weiß ich hab sicher Bandwagon wie Banddreie da so Bei dir auf der dritten oder vierte Etage vor mich auch gerne einfach dort vergeben.

00:13:51: So dass sie kommen dann mit mir rein und fragten Dritten Band ist kein Problem geht nach nebenan Da haben wir das damals tischaufgebaut usw.

00:13:58: Und dieser Händler hat an diesem Tag unfassbaren Umsatz gemacht.

00:14:03: Weil unfassbare viele Menschen sich das Buch da in der dritten Etage abgeholt haben, aber natürlich nur an diesem tag.

00:14:10: und das Interessante eigentlich war, es war irgendwie das lustige Weg daran im Anschluss, weil der Händer wusste nicht so recht was er denn zu machen sollte.

00:14:15: Im Sinne von sagen jetzt allen Filialen warum habt ihr das nicht gemacht?

00:14:21: Oder sagen wir dem, dass dürftest du gar nicht, dass hättest du vorher abstimmen müssen.

00:14:24: also sie wussten auch nicht mal wieder damit umgehen können.

00:14:27: Und eigentlich hat er nur was Cooles gemacht, weil er eben auch einen Anlass geschaffen habe.

00:14:31: Der tatsächlich – und ich glaube das ist der Punkt – auch im Unterscheidung zu einer Kaffeemaschine, der fand nur an diesem Tag statt oder nur an diesen zwei-drei Tagen statt.

00:14:40: Ich musste dann da hingehen.

00:14:42: Und ich glaube, dass es jetzt die Aufgabe dort kreativ zu werden, dass man eben Situationen schafft.

00:14:48: ein paar haben wir jetzt gemacht, wo man ganz bewusst ist, den mal Community aber eben auch zeitliche Begrenzung Schafft nicht immer, bei uns gibt es immer einen Kaffee.

00:14:58: Sondern keine Ahnung.

00:14:59: ich habe meine Schweinebestenstammkunden lade ich ein für zu einem Wine-Testing heute Abend von siebzehn bis zwanzig Uhr begrenzt.

00:15:07: nur dreißig Leute da wird Wein werden vorgestellt aber eben dabei gibts auch Live Shopping was auch immer also sehr begrenzte Situation wo ich an dem Abend hin muss aus mehreren Gründen erstens gibt's das morgen nicht mehr und zweitens Und das ist, glaube ich, der wichtiger Punkt.

00:15:22: Es muss natürlich sehr gut zu diesem Community-Gedanken irgendwie passen, dass ich da fühle mich jetzt wohl auch mit anderen Menschen die da sind und es muss sehr editätsstiftend sein und nicht nur ein Angebot sein.

00:15:31: Also ich glaube, das ist der wesentliche Punkt, dass man diese zwei Elemente zusammenbringt – zeitliche Reduzierung und in Community.

00:15:37: Ich glaube ja!

00:15:38: Und also dieser Ort, wo was passiert, der muss eine gewisse Glaubwürdigkeit dafür haben... Und darf nicht im Wettbewerb zu allen Partnern stehen.

00:15:46: Ich habe das vor tausend Jahren mal als ein Konzept fürs Warenhaus diskutiert und ob ich in jedem damals hieß noch Karstadt- und Kaufhof oder wie auch immer, aber in jedem dieser Warenhäuser im zweiten OG dann eben der zentrale Click and Collect Abholpunkt für die kleineren Händler der Innenstadt ist Und dann hast du da so ein bisschen Community, da müssen die Leute dahin und dann hat irgendwie der kleine Händler um die Ecke nicht die Sorge dass es sich in größtes Lager anschauen kann.

00:16:11: Klappt natürlich aus zwei Gründen nicht.

00:16:13: erstens nicht ist ein potenzieller Wettbewerber also irgendeinen fashionhändler will ja natürlich gar nicht das seine Kundinnen oder seinen Kunden noch durch den Karstadt geht um sein Zeug abzuholen weil immer die Gefahr ist das an was anderem vorbeigeht.

00:16:26: Also wie groß die Gefahren im Karstall ist jetzt mal hingestellt aber ist so.

00:16:30: und zweit ist eine Freiheit der Glaubwürdigkeit.

00:16:32: also was denn the most unsexy Location für Experience und Interaktion.

00:16:38: Das ist das zweite Oge in dem Warenhaus.

00:16:42: Aber die Grundidee ist natürlich die gleiche, und die Idee kriegt man als städtischer Verband von Einzelhändlern oder auch im Viertel an einem Ort, der dafür glaubwürdig und nicht wettbewerbsisch ist.

00:17:04: Ja, aber dieses Beispiel das du gebracht hast hat eben einen wesentlichen Aspekt nicht.

00:17:08: Das war jetzt eine logistische Vinienskomponente.

00:17:11: Da musste ich jetzt glaube ich nicht hin.

00:17:13: Aber wenn ich diesen Herre Potterband damals haben wollte und ich wollte ihn dann unbedingt haben...

00:17:16: Dann musste!

00:17:17: ...dann musste ich an den Tag einfach da hingehen.

00:17:19: Aber du hast noch was Wichtiges gerade gesagt, ist die Autentizität.

00:17:23: Ich glaube, wenn ich das mache.

00:17:25: Wenn es so ist wie auch der Sven Gabor-Jansky sagt dass es Identitätsstiftend sein muss dann muss es in der Tat natürlich Identitätersstifend sein und es muss authentisch sein damit ich mich da wohlfühle und nicht sage was ist das denn jetzt für er nahe?

00:17:38: Es war jetzt begrenzten heute Abend als Basta-Warp mit zu mir, zu den Leuten und zum Laden.

00:17:45: Ich glaube dass es dann wichtig ist... ...dass der Einzelhandel der auf der Fläche ist und wir nehmen den mal den Convenience-Bereich komplett raus.

00:17:55: Da muss die Prozesse ein bisschen funktionieren, aber die sind da reine Hygiene dass es dann darum geht eben dieses Erlebnis oder diese Situation so zu gestalten das alles zusammenpasst Personal, visionational also... Das muss besonders sein, ich sage da gehe jetzt auch hin weil's ist zeitlich begrenzt Es passt zu meiner Entätität Ich habe eine tolle Community dort und da muss ich einfach jetzt heute hin, dann muss das eben auch so zusammenpassen.

00:18:22: Und da glaube ich in der Tat... Da muss man kreativ werden und sich glaube ich auch neu vielleicht sogar erfinden weil im Moment diese weiß ja als Fächter der Prosypsychologie schätze ich sehr diesem Martin Seligmann, der aber mal geforscht hat im Kontext der erlernten Hilflosigkeit dass jetzt viele einzelne sagen naja also ich hab meine marke, ich habe meine prozesse, ich hab mein personal.

00:18:48: Das liegt jetzt gerade wie in Bonn haben wir die Situation mit der Brücke.

00:18:51: Wir sind ja an der Insel geworden weil wir es nicht mehr hier rüber fahren können kaum nach hunderttausende Autos weniger am Tag, die oft über diese Brücke reinfahren konnten.

00:19:01: Der ganze Einzellande sagt jetzt ein großer Artikel überall das eben Bonnen darunter leidet und alle können sich das damit jetzt wunderbar erklären, dass die Frequenz ja sinkt.

00:19:12: Und wir machen alles in Bezug auf sie berichtig?

00:19:15: Ich glaube, das ist nicht der Punkt!

00:19:17: Natürlich singt die Freqenz aber die Städte sind nach wie vor gut besucht.

00:19:21: Wir sehen auf einen festen Kommen Sie offensichtlich.

00:19:24: also.

00:19:25: deswegen ich glaube, dass der Einzelne sich da jetzt wirklich hinterfragen muss und sagt Wie schaffe ich es denn diese Entwicklung zu geben zu einem Ort wo Menschen zukünftig hin wollen weil das was sie heute liefern in vielen Fällen nicht mehr ausreichend vom Hintergrund, dass dieser Kunde einfach verschwindet.

00:19:41: Den gibt's nicht mehr!

00:19:42: Ja und diese Klarheit ist gleich da und ich glaube es gibt genügend Kreativität und andere werden uns das vormachen, dass wir Situationen erleben werden, dass das andere Konzept der Händler solche Dinge entwickeln werden?

00:19:55: Ja, glaub' ich auch.

00:19:56: Und deswegen... die Kaffeemaschinen haben so vollkommen recht, dies ist nicht aber viele andere Themen könnten es sein weil die Menschen haben ja schon Lust.

00:20:04: offensichtlich Das sieht man ja an diesen Festzahlen.

00:20:07: Ich bin gespannt, wie die Lösung dafür in den nächsten Jahren aussehen wird.

00:20:11: Wie gesagt ich... In mir schwingt eine gewisse Skepsis wenn es um den stationären Non-Food Handeln in Innenstädten geht.

00:20:20: aber ich glaube anders als bei allen anderen Themen gibt's da zumindest sowas wie eine Lösungsskizze Wenn wir das besprechen.

00:20:28: Für mich ist die Frage, findet der Handel dort einen Weg aus dieser Skizze eine echte Lösung zu machen und die auch hinzustellen?

00:20:36: Ich glaube da rüber wäre noch einiges zu heben!

00:20:39: Und dass würde vielleicht auch meine Skepsis überfinden...

00:20:42: ich finde die größeren Händler also so große Solitäre auch dort Bräuniger genannt, auch dort vielleicht Engelorn genannt

00:20:50: usw.,

00:20:52: die machen ja schon wahnsinnig viele Veranstaltungen holen die Leute mit rein.

00:20:56: Die Frage ist eher, was können das auch kleinere Konzepte irgendwie machen?

00:20:59: Da muss man glaube ich kreativ

00:21:00: werden!

00:21:00: Wenn ich in den großen Bereich der Luxusmarken gucke und dann bin ich ein bisschen weg vom Händler, also eher bei den Marken... Also ich schaue mir die Uhrenmark an ne?

00:21:08: Also wie häufig im Jahr die Leute nach Genf Schaffhausen oder Glastote einladen um sie dort ihre Manufakturen zu führen coole Events zu machen.

00:21:16: wenn ich mir die Gesamtheit dieses Porsche Experience Universums anschauen, also die tun ja nichts anderes als das was wir gerade besprechen auf eine sehr professionelle Art und Weise.

00:21:29: Mit einem großen Spaß wenn man Affinität zu der Markelium zum Produkt hat.

00:21:32: Man ist gefangen sofort.

00:21:34: Groß Identität!

00:21:35: Gefangen sofort auf Lebzeiten.

00:21:38: Das natürlich ein anderes Spiel, was die Ressourcen, die dafür notwendige Ressousten betrifft.

00:21:43: deswegen ist es natürlich die Erwartungshaltung sagen muss jetzt auch lernen.

00:21:47: Das ist natürlich, also es muss irgendwo dazwischen sein zwischen Return of the Coffee-Maschine.

00:21:52: Die ist nämlich nicht und der Porsche Experience die wird zwar nicht aber irgendwie dazwwischen.

00:21:57: musste ich etwas finden lassen was das löst?

00:21:59: Ja und da gibt's was.

00:22:00: Da bin ich sicher.

00:22:03: Vielleicht kannst du noch ein paar Repotterbände schreiben.

00:22:07: Okay.

00:22:09: Erst mal gehe ich heute Abend feiern!

00:22:10: Das seid ihr gegönt.

00:22:11: Ich wünsche dir da ganz viel Spaß.

00:22:13: Einen tolles Wochenende.

00:22:14: Dankeschön würde ich dir auch.

00:22:15: Tschüss Stefan

00:22:19: Wenn euch diese Folge gefallen hat und ihr auch findet, dass der Einzelhandel mehr als eine Kaffeemaschine verdient dann abonniert The Real Retail Talk.

00:22:27: Lasst uns eine Bewertung da und empfehlt uns weiter!

00:22:30: Damit wir das nächste Mal vielleicht schon eine Antwort haben BEFORE wir wieder auf dem Stadtfest landen.

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